Zu Beginn setzte sich das Projektteam intensiv mit den Objekte, Inhalte und Themen rund um die Puppentheatersammlung (PTS) der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden auseinander. In Workshops, Gesprächsrunden und Besichtigungen der Sammlung, des Depots sowie aktueller Ausstellungen erhielten sie wertvolle Einblicke in den kuratorischen Hintergrund, die laufenden Digitalisierungsprozesse in den SKD und insbesondere in das Themenfeld Puppenspiel. Im anschließenden Analyse- und Rechercheprozess wurde ein tieferes Verständnis für die Digitalisierung beweglicher Artefakte entwickelt – ebenso für die Herausforderungen, die sich bei deren Erfassung und Aufbereitung ergeben. Dabei wurde das Wissen über Steuerung und Manipulation beweglicher Artefakte sowie über aktuelle technologische Standards im Bereich Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und Extended Reality (XR) gezielt erweitert.
Zur praktischen Erprobung der gewonnenen Erkenntnisse entwickelte das Projektteam mehrere Proof of Concepts (PoC), die verschiedene Aspekte betrachteten:
- Bewertung der technologischen Rahmenbedingungen für die Einbindung digitaler Inhalte
- Erprobung von Präsentations-, Manipulations- und Interaktionsmöglichkeiten für mobile und animierbare 3D-Objekte
- Analyse der Potenziale interaktiver Vermittlung ehemals beweglicher Objekte
- Integration der Konzepte in bestehende Abläufe und Strukturen innerhalb des Museumsbetriebs
Dabei wurde besonderer Wert auf Wiederverwendbarkeit, Modularität und Erweiterbarkeit gelegt – mit dem Ziel, ein barrierefreies, niedrigschwelliges Angebot zu schaffen, das Museen langfristig und flexibel nutzen können.
In gemeinsamen Workshops mit Fachleuten und potenziellen Nutzenden wurden Bedürfnisse, Erwartungen und mögliche Nutzungsszenarien diskutiert. Dabei lag der Fokus auf den Besonderheiten beweglicher Artefakte und deren digitaler Präsentation. Aus diesen Diskussionen leitete das Projektteam eine zentrale Zielgruppe ab: der digital affine Museumsbesucher. Diese Entscheidung half, die Anforderungen klar zu definieren und die Entwicklung entlang realistischer Nutzungsszenarien auszurichten. Auf Basis dieser Zielgruppe wurden zwei exemplarische Nutzungsszenarien entwickelt, die als Grundlage für die weitere Umsetzung im kommenden Projektjahr dienen – insbesondere im Hinblick auf das nächste Arbeitspaket: die technische und gestalterische Umsetzung der Anwendung.
Die Erkenntnisse aus diesen Arbeitsschritten wurden fortlaufend dokumentiert und in wissenschaftlichen Veröffentlichungen publiziert.
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